Sonntag, 20. November 2011

Kohlrouladen nach Smillas Art

Als wir vor ein paar Jahren wieder einmal in Hamburg waren, haben wir ein tolles Lokal besucht - ich weiß nun zwar nicht mehr wie es hieß, aber es spielt eigentlich auch eine nebensächliche Rolle.
Dort habe ich auf jeden Fall das erste Mal in meinem Leben Kohlrouladen gegessen - sie waren vegetarisch! Die waren einfach unglaublich gut. Seither bin ich davon ein Fan!

Deswegen habe ich mir gestern beim Einkaufen einen Kohlkopf geschnappt und heute im Freestyle Kohlrouladen gebastelt.




Für 8-10 Rouladen braucht ihr:


Fülle:
1TL Kokosöl
100g Moong Dhal
2 kleine Schalotten, gehackt
1 EL frischen Ingwer, gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 TL Cayennepfeffer
1 TL Kurkuma
100ml Kokosmilch
300ml Wasser
Salz

150g Rundkornreis

Den Reis nach Packungsanleitung zubereiten. Ich habe ihn im Dampfgarer für 38 Minuten in etwas Salzwasser gegart.

Die Linsen gut waschen und zur Seite stellen. Die Schalotten im Kokosöl anrösten, Hitze zurückdrehen und den Ingwer, wie den Knoblauch und die Gewürze hinzufügen und 1 Mal durchrühren. Die Linsen mit den Flüssigkeiten beigeben und für rund 25 Minuten leicht köcheln lassen. Immer wieder umrühren und bei Bedarf noch Wasser nachgießen. Nach der Garzeit salzen und Knoblauch entfernen.

Mit dem Reis vermengen und gut würzen. Man kann auch noch gehackte Petersilie unterheben falls man welche zur Hand hat. Überkühlen lassen.


Rouladen:
8-10 große Kohlblätter
Salzwasser
1-2 EL Kokosöl
300ml Kokosmilch
200ml Gemüsesuppe
evt. Arrowroot oder Maisstärke zum Binden der Sauce

In der Zwischenzeit kann man die Kohlblätter vom Strunk befreien und in Salzwasser für ein paar Minuten kochen, damit diese schön weich werden. Danach kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Trockene Kohlblätter mit der Reismasse füllen und mit Zahnstochern oder Küchengarn verschließen.

In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen und die Rouladen von allen Seiten gut anbraten. Danach die Rouladen aus der Pfanne nehmen und mit Kokosmilch und Gemüsesuppe aufgießen. Die Sauce gut abschmecken und die Rouladen noch 10 Minuten in der Sauce garen.
Sollte die Sauce zu dünn sein, einfach mit etwas Arrowroot oder Maisstärke binden, erst dann über die Kohlrouladen am Teller gießen.

Heute gab es zu den Rouladen gebratene Austernpilze. Dafür einfach 1 Schalotte klein hacken und für 5 Minuten in Olivenöl dünsten, dann die Pilze mitbraten und nach 5 Minuten würzen und servieren.

Und so schaut die Katz' wenn sie etwas wiiiiiiiiill und davon möglichst viiiiiiiel! Und dieses "möglichst viiiiel" muß ich ihr auch geben, sonst springt sie mir ständig rauf, während ich koche. :-)

Sonntag, 13. November 2011

Kürbiskern-Käferbohnen-Aufstrich

Ich werde gerade am Schreiben dieses Posts gehindert, denn mein kleiner schwarzer Kater versucht sich ständig quer über die Tastatur zu legen. Ok und nun sehe ich nichts, da er sich vor dem Monitor putzt... ja ja die lieben kleinen Quälgeister ;-)
Braaaaaaav - jetzt hat er sich hingelegt zwischen Monitor und Tastatur und nur gelegentlich ist sein Kopf im Bild... somit also zum eigentlichen Thema meines Posts -

ein traumhaft cremiger Aufstrich aus Käferbohnen und Kürbiskernen.


Da ich das Rezept im Kreativmodus zubereitet habe, hier eine Schätzung der verwendeten Zutaten ;-)
1 Dose gekochte Käferbohnen
etwas Wasser aus der Dose (also nicht wegschütten!)
1 große Schalotte
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 EL weißen Balsamico
1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
4 EL Kürbiskernöl
3 EL gehackte Kürbiskerne

Die Schalotten klein schneiden und in Olivenöl ca. 10 Minuten dünsten. Den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und die letzten 5 Minuten mitdünsten. Etwas überkühlen lassen und dann mit den Käferbohnen und etwas Kochwasser zu einem Brei mixen - zB in der Küchenmaschine oder einem Pürierstab.
Balsamico, Salz, Pfeffer, Kürbiskernöl zugeben und gut abschmecken. Zum Schluß die Kürbiskerne noch kurz unterrühren und fertig ist der cremig grüne Aufstrich!

Um einen wirklich guten Aufstrich zu bekommen, solltet ihr das beste Kürbiskernöl verwenden - es gibt hier wirklich große Qualitätsunterschiede. Achtet daher immer auf das "g.g.A."-Siegel - zudem sollte Kürbiskernöl nach Öffnung alsbald verbraucht und im Kühlschrank gelagert werden.

Hier noch ein Bild vom Teufel...

Samstag, 12. November 2011

Soja Rouladen mit Kohlrabi Gemüse

Ich hab mir in totaler Schnitzel Euphorie einen Riesenkarton getrocknete Sojaschnitzel gekauft. Jetzt liegen diese aber schon einige Zeit herum, da ich Wiener Schnitzel nicht soooo gerne selbst zubereite. Das ist erstens eine riesige Sauerei und zweitens sind Schnitzel nur gut, wenn diese im Fett schwimmend herausgebacken werden - und mein Gesundheitsgewissen lässt mich das zu Hause nicht tun. Ich ziehe daher vor, ab und zu ein Schnitzel bei Formosa zu essen.
Nun gut - zurück zur Schachtel Sojaschnitzel welche mich ständig anlacht und nach Verwendung schreit.
Mir kam die Idee Rouladen daraus zu machen. Gesagt, getan!

Das Ergebnis seht ihr nun:


Für 4 Rouladen:
4 Sojaschnitzel, in Gemüsesuppe mit flüssigem Rauch gewürzt eingelegt, damit diese weich werden

2 Karotten, in feine Streifen geschnitten
5 Essiggurkerl ebenfalls in feinen Streifen
Dijon Senf
Bindfaden
Salz, Pfeffer

1 Zwiebel gewürfelt
3 Essiggurkerl gewürfelt
3/4 Packung Sojacuisine
etwas Maisstärke oder Arrowroot zum Binden


Die Schnitzel auf einer Seite mit Senf bestreichen, gut würzen, dann Karotten und Gurkerlstücke darauf verteilen und einrollen. Mit einem Küchengarn zusammenbinden. Die Rouladen von allen Seiten in Ölivenöl gut anbraten. Diese sollen schön knusprig sein. Die Rouladen herausnehmen und in die gleiche Pfanne die gehackte Zwiebel geben und für 5-10 Minuten andünsten, dann Gurkerl hinzufügen. Nach mehrmaligem Umrühren mit  "Einweich"-Gemüsesuppe aufgießen und reduzieren lassen. Sojacuisine mit Maisstärke verrühren und damit die Sauce abbinden. Rouladen wieder hineinlegen und Deckel darauf geben. Für ca. 10 Minuten dünsten lassen. Sauce gut würzen.


Kohlrabigemüse:
3 Kohlrabis, geschält und gewürfelt
etwas Öl
Gemüsesuppe

Die Kohlrabiwürfel in etwas Öl anbraten und dann mit etwas Gemüsesuppe aufgießen. Abdecken und für 10-15 Minuten weichdünsten, danach würzen.

Ich habe Vollkorndinkelnudeln dazu serviert. Kartoffelpürree macht aber sicher auch eine gute Beilage!

PS - meine Fotos machen mich noch immer unglücklich - ABER die Lösung naht! Dank Birdie welche einen Beitrag über ihre neuen Lichtspender gepostet hat. Weihnachten kann kommen! Und damit eine Lichtbox und 2 Tageslichtscheinwerfer :-D

Sonntag, 6. November 2011

Caponata

Ein leckerer Melanzanieintopf den ihr entweder solo oder als Begleitung zu veganen Würsteln essen könnt.


Für 4 Portionen:
Olivenöl
2 große Melanzani (Auberginen) in 2x2cm Stücke geschnitten
1 gehäufter TL Oregano
Meersalz & Pfeffer
1 rote Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleines Bund Petersilie, Blätter und Stängel separat fein gehackt
(opt. 2 EL Kapern)
1 Hand voll schwarze Oliven
3 EL Kräuter- oder Tomatenessig
5 große Tomaten, grob gehackt - oder Tomatenpulpa

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Melanzanistücke von allen Seiten anbraten. Möglicherweise muß man Öl nachgießen, wenn es sehr trocken wird.
Mit Oregano und Salz würzen und für 5 Minuten braten. Wenn die Stücke goldgelb sind, Zwiebel, Knoblauch, Petersilienstängel zugeben und durchrühren und weitergaren. Kapern und Oliven untermischen, mit Essig beträufeln und verkochen lassen. Tomaten einrühren und für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann abschmecken mit Pfeffer, Salz, Essig und restliche Petersilie unterrühren.

Die Caponata schmeckt gut mit frisch gebackenem Ciabatta oder Rosamarinkartoffeln.

Dienstag, 1. November 2011

Vegan Bake Sale in Wien, veganer Walnusskuchen

Für den heutigen Vegan Bake Sale habe ich 2 meiner bisher geposteten Rezepte und ein neues Rezept zubereitet.

1 x die Kakao Himbeer Muffins
1 x den Marmorkuchen in Muffinform
1 x Walnusskuchen



Für 1 Blech des saftigen Walnusskuchens:
600g Mehl
500ml Sojamilch
400g Zucker
300ml Rapsöl
2 Pkg. Backpulver
2 Pkg. Vanillezucker oder Vanilleextrakt nach Gefühl (2 EL?)
200g gehackte Walnüsse
Salz


Zuerst die trockenen Zutaten (ohne Zucker) gut vermischen, in einem separaten Gefäß die flüssigen Zutaten mit dem Zucker verrühren. Die trockenen Zutaten langsam unter die flüssigen mischen.

Ein Backblech mit Rapsöl ausstreichen und die Masse hineinfließen lassen. Gut verteilen und bei 200°C für 25 Minuten backen.

Den Kuchen noch warm mit Marillenmarmelade bestreichen. Danach komplett auskühlen lassen - erst dann dünn mit Schokoladeglasur überziehen.

In meinem Fall habe ich diese selbst gemacht mit Kochschokolade, Alsan, Zucker und etwas Wasser.